
schnabriel | Februar 2026
Songtext
Manche Tage zieh’n vorbei wie Wolken ohne Wind,
Blass wie alter Kaffee, der schon lange kalt ist.
Man steht auf, macht mit, nickt hier und da,
Und fragt sich am Abend: „War das heute überhaupt da?“
Doch dann fällt ein Licht schräg durch den Flur,
Jemand bleibt stehen, hört wirklich nur zu.
Ein Satz hängt länger als er müsste im Raum –
Und plötzlich hat der Tag einen eigenen Traum.
Es sind nicht die lauten Dinge,
Nicht das Feuerwerk im Blick,
Es sind die leisen Zwischenräume –
Und die holen mich zurück.
Ich mag es, wenn es merkwürdig ist,
Wenn ein Moment mich beim Namen trifft.
Nicht glattgebügelt, nicht geschniegelt,
Sondern echt genug, dass er hängen bleibt im Licht.
Ein Tag, der sich nicht einfach vergisst —
Ich mag es, wenn es merkwürdig ist.
Wenn jemand lacht, obwohl es grad nicht passt,
Und in der Stille etwas Echtes sagt.
Wenn Regen fällt und keiner rennt,
Weil plötzlich keiner mehr gewinnen will im Sprint.
Wenn Fehler bleiben dürfen wie sie sind,
Und keiner fragt, ob das jetzt „richtig“ klingt.
Wenn ein Abschied weich wird im Versteh’n –
Und man im Gehen noch verbunden bleibt im Steh’n.
Vielleicht ist es genau das Kleine,
Das uns im Großen hält.
Kein Tag muss außergewöhnlich sein –
Nur wirklich in der Welt.
Ich mag es, wenn es merkwürdig ist,
Wenn ein Moment mich beim Namen trifft.
Nicht glattgebügelt, nicht geschniegelt,
Sondern echt genug, dass er hängen bleibt im Licht.
Es heißt nicht fragwürdig – nur würdig, dass man’s misst —
Ich mag es, wenn es merkwürdig ist.
Vielleicht sind’s diese schrägen Töne
Zwischen Dur und Moll,
Diese kleinen Unterbrechungen
Im täglichen Protokoll.
Kein großes Drama, keine Pflicht –
Nur ein Augenblick, der sagt: „Vergiss mich nicht.“
Ich mag es, wenn es merkwürdig ist,
Wenn ein Moment mich beim Namen trifft.
Wenn aus Alltag plötzlich Bedeutung spricht
Und ein grauer Tag sein Leuchten kriegt.
Ein Herzschlag mehr, als man erwartet hat —
Ich mag es, wenn ein Tag Erinnerung hat.
Ich mag es, wenn es merkwürdig ist.