Mitgefühl

mirico | Februar 2026

Songtext

Ich bin Jackie.
Ich hab viel gesehen
Auf meiner Reise vom Südpol
Durch Afrika
Bis hier.

Kriege in Gesichtern,
Hunger unter der Haut,
Verlust tief in der Brust.

Und ich hab langsam gelernt:
Mitleid zieht mich mit, lässt mich erstarren.
Mitgefühl lässt mich wachsen.

Manchmal ist es Trauer.
Ein Sturm in deinem Bauch.
Ohnmacht.
Verzweiflung.
Zorn.
Leere.

Gefühle wie Fäden,
Verknotet in deiner Brust.

Ich halte das Knäuel mit dir.
Wir atmen, bis es weicher wird.
Wir atmen, bis es weicher wird.

Wie ich Mitgefühl übe?

Na, zuerst für mich selbst.
Wenn mein Herz eng wird,
Singe ich
„Möge ich frei sein von Leid.
Möge ich Frieden finden.“

Dann für den Schwierigen.
„Auch du –
Mögest du frei sein von Leid.“

Für den Neutralen,
Den ich kaum sehe.
„Auch du.“

Und für die, die mir nah sind.
„Mögest du frei sein von Leid.
Mögest du getragen sein.
Mögest du Frieden finden.“

Frieden ist, wenn wir gemeinsam aushalten.

Dabei erinner ich mich:
Ich bin nicht das Gefühl.
Ich bin der Raum.

Ich bin nicht das Gefühl.
Ich bin der Raum.

Ich trete einen Schritt zurück.
Nicht weg. Nur stabil.

Ich spür meine Füße.
Entspanne die Schultern.
Atme langsam.

Ich muss nichts lösen.
Ich kann da sein.

Ich bleibe ruhig,
Ohne kalt zu werden.

Mitgefühl verbindet und heilt.
Frieden ist, wenn wir gemeinsam aushalten.

Ich bin nicht das Gefühl.
Ich bin der Raum.

Ich bin bereit.
Für dich.
Ich bin da.